| Mittelhessen war Gast bei Türk Gücü Breidenbach |
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"Wir feiern dann das 50-Jährige" Im Fußballverein Türk Gücü Breidenbach spielt schon die dritte Generation "G
1977 gründeten zwölf Männer in einer türkischen Gaststätte den Verein In dieser Zeit habe sich Grundlegendes geändert: "Mein Vater hat immer gesagt, wir sind hier nur zur Gast. Er wird zurückgehen in die Türkei. Aber ich nicht. Yokarribas und ich haben hier Häuser gebaut, unsere Söhne studieren in Kassel und Siegen, wir werden hier bleiben. Wir sind hier zuhause", sagt er.1977 war es noch die Generation der "Gäste", die sich in der türkischen Gaststätte von Refik Yolsal in Wolfgruben traf, berichten die beiden Vorstände. Damals spielten zwei Türken in der Fußballmannschaft des FV Breidenbach, hat Tökez Vater erzählt. "Die besten türkischen Spieler kamen schon unter, aber viele andere wollten auch spielen. Die meisten Männer arbeiteten in der Industrie, sie brauchten Ausgleichssport, sie mussten sich irgendwo auch mal austoben können", zitiert er seinen Vater. Und es sei darum gegangen, den jungen Leuten ein Angebot zu machen, "damit sie keinen Unfug anstellen. Sie sahen, dass für ihre Söhne etwas passieren muss." Also taten sich zwölf türkischstämmige Männer zusammen, jeder spendete 500 Mark, und mit diesem Geld startete "Türk Gücü Breidenbach". Die Gründer hätten keineswegs einen türkischen, sondern einen integrativen Verein im Sinn gehabt, betonen Tökez und Sendogan. "Lange Zeit haben bei uns Spanier, Italiener und später Russen gespielt. Es war eine Mannschaft für alle." Auch Deutsche haben bei Türk Gücü gespielt, das finden die beiden gut. "Wir wollen ja eine integrative Mannschaft sein. Aber man braucht als Deutscher schon eine so starke Persönlichkeit, denn das macht einem nicht nur Freunde hier", sagt Hürrem Tökez. Soweit er sich erinnern kann, haben seit den 80er Jahren vier Deutsche bei Türk Gücü gespielt, einer sogar zwei Jahre lang, weil es ihm Spaß gemacht habe. Aber Tökez hat auch gehört, dass einige Leute im Dorf mit diesem Spieler deswegen nicht mehr gesprochen hätten.
Dass derzeit nur wenige Spieler, die nicht türkischer Abstammung sind, Interesse an Türk Gücü zeigen, verstehen die beiden Funktionäre aber gut. Ihr Vereinsheim in Wolzhausen sei in einem bedauerlichen Zustand, es gebe keinen Aufenthaltsraum, die Duschen seien nicht gerade einladend, berichten sie. "Uns fehlt die Generation der Älteren, die sich um vieles kümmern" |
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ücü" heißt "Kraft", erklärt der Sprecher des Fußballvereins Türk Gücü Breidenbach, Hürrem Tökez. In diesem Verein sei manches anders als in den anderen heimischen Fußballvereinen, räumt er ein. "Aber auch wir wollen hier das 50-jährige Bestehen feiern können."



